ÜBER DIE SCHWELLE (Seminar 03)

Das dritte Seminar des Jahres-Kurses (23.-25. März 2012) dreht sich um eine wichtige Entscheidung: Will ich mich ernsthaft auf den Weg machen, meine Latenten Talente zu realisieren? Dazu benötige ich die Gruppe, die mich dabei unterstützt und begleitet. Ich brauche außerdem:

° ein Ziel, auf das ich mich hinbewege;

° einen Plan, und sei er noch so grob, der mir auf diesem Weg hilft, die Orientierung zu behalten.

Ersteres ist das, was wir Fascinosum nennen. Es muss am Anfang noch nicht völlig klar sein, was das ist. Eine vague Vermutung genügt und vor allem eine (unbestimmte) Sehnsucht: Dort möchte ich irgendwann sein. Für mich war das sehr früh schon das eigene Schreiben, auch außerhalb der Schule. Später kam das Thema “Labyrinth” hinzu, dem ich mich in meinem Labyrinth-Blog widme.

Ein Fascinosum ist so etwas wie ein blinkender Leuchtturm fern am Horizont, der einem bei einer existenziellen Suche die Richtung angibt. Diese Richtung geht immer wieder verloren, so wie sich dicke Nebel vor einen Leuchtturm an der See schieben und ihn verdecken können. Aber wenn man die Suche nicht aufgibt (vergl. das Motiv der Heldenreise), gelangt man irgendwann ans Ziel.
Dieses Ziel zeigt sich meist schon in der Kindheit oder spätestens in der Jugend: als früher Berufswunsch.
Aus dem Astronauten wird vielleicht irgendwann unter dem Einfluss der wachsenden Lebenserfahrung der Schriftsteller oder der Tiefenpsychologe oder der Psychotherapeut, den die Fahrten durch die Inneren Welträume mehr interessieren als die durch den konkreten Weltenraum. Aber die Sehnsucht nach der Ferne, nach unbekannten Räumen und Zeiten – die will gelebt werden.

Nach diesem Fascinosum beginnen wir an diesem Wochenende zu suchen.

Der erwähnte Plan ist das, was wir vom IAK den Talent-Realisierungs-Plan (TaReP) nennen. An ihm arbeiten wir während dieses Wochenendes. 
 

(c) 22. Jan 2012 (März 2010) Jürgen vom Scheidt / Quelle: minotauros-projekt.de

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