Selbst-Test gemacht – was nun? 2

Merkmals-Listen wie die zur Hochbegabung in unserem Selbst-Test sind bei den Fachpsychologen nicht sehr beliebt.
Wir sind hingegen aus guten Gründen der Meinung, dass unser Selbst-Test nicht nur eine recht brauchbare erste Einschätzung (!) eigener Hochbegabung ermöglicht, sondern darüberhinaus sogar gute weiterführende Ergebnisse erbringt. Zumindest in den Fällen, wo wir die im Selbst-Test erreichte Punktzahl mit den Ergebnissen eines richtigen I-Tests wie dem HAWIE vergleichen konnten, passen die Ergebnisse sehr überzeugend zusammen.

Gegen die kritische Einstellung der Testpsychologen ist nichts einzuwenden, denn die Intelligenzforscher und die Testentwickler müssen auf anderes achten als jemand, der in der Praxis mit den Fragen und Problemen der Menschen konfrontiert ist. Ein wesentliches Faktum, was die Fachleute gerne außer acht lassen, ist nämlich dies:  Gerade Hochbegabte zweifeln nicht selten daran, dass sie hochbegabt sind und scheuen sich aufgrund dieser Zweifel sehr davor, an einem der üblichen (standardisierten) Tests teilzunehmen. Andrea Brackmann schreibt von genau dieser Furcht auf S. 80 ihres Buches Jenseits der Norm – hochbegabt und hochsensibel:

Die wenigstens Hochbegabten scheinen von sich selbst zu wissen, dass sie hochbegabt sind. Viele würden nicht einmal im entferntesten auf den Gedanken kommen, dass sie besonders intelligent sind. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass Personen umso mehr an ihrer Intelligenz zweifeln, je intelligenter sie sind.
[...] Hochbegabte achten meist mehr auf das, was sie nicht können und nicht wissen, und haben in der Regel große Angst vor einem Intelligenztest, weil sie fürchten, das Ergebnis könnte unterdurchschnittlich ausfallen.

Die Autorin schreibt dies nicht leichtfertig, sondern (laut Einleitung, S. 15) auf Grund zwölfjähriger Beratungstätigkeit mit mehr als 800 Hochbegabten. Genau diese tief verankerte Unsicherheit ist der Grund, weshalb wir den Selbst-Test entwickelt haben und Ihnen zur Verfügung stellen. Denn wenn schon nicht die Gewissheit eines richtigen I-Tests, so  sollten Sie sich zumindest eine erste annäherung daran verschaffen!

Ein positives Ergebnis sollte Sie dann nicht nur ermutigen,

° rund 300 €uro in einen richtigen Intelligenztest zu investieren,
° sondern sich vor allem endlich als Spätentwickler auf den Weg zu machen, um ihr brachliegendes intellektuelles und kreatives Potential zu verwirklichen.

Für letzteres ist das Minotauros-Projektg gedacht, das im Februar 2010 startet und dem Sie sich durch die Teilnahme an unserem Schnupperwochenende Finde den Roten Faden Mitte November und Dezember 2009 annähern können.

 Vergl. auch den Beitrag Selbst-Test gemacht – was nun? 1

Quelle: Brackmann, Andrea: Jenseits der Norm – hochbegabt und hochsensibel. Stuttgart 2005 (Klett Cotta)

(c) Okt 2009 Jürgen vom Scheidt / Quelle: minotauros-projekt.de

1 Kommentar

  1. Saskia sagt:

    Klingt sehr interessant! Vielen Dank für die nützliche Information!