HyperWriting

HyperWriting ist zunächst einmal unsere Weiterentwicklung des Creative Writing (dt. Kreatives Schreiben), die wir seit 1979 in den Seminaren und Kursen vermitteln: eine sehr aktive Form der Teilnahme am literarischen Geschehen. Aber es kann noch viel mehr sein.

Creative Writing, wie es in den USA im 20. Jahrhundert entstandenen ist, bestand und besteht noch immer vor allem darin, den Studenten von Literatur-Seminaren an den Universitäten nicht länger nur fremde Texte zum Studieren und Interpretieren vorzulegen – sondern sie selbst schreiben zu lassen; wobei man gerne bereits arrivierte Schriftsteller als Lehrer einsetzt. Man kann diese Variante sehr schön studieren in dem köstlichen Film Die Wonderboys (mit Michael Douglas als abgewracktem Erfolgsautor und Dozent und Toby Maguire als hochtalentiertem Studenten – der in seinem schreibblockierten Lehrer die Lust am eigenen Schreiben wieder zum Leben erweckt).

Außerdem arbeitet diese USA-Variante (die heute auch bei uns in unzähligen Schreib-Werkstätten gelehrt wird, inzwischen sogar an manchen deutschen Universitäten) mit mehr spielerischen Methoden wie CLUSTER und MINDMAP. Ansonsten ist das Ziel durchaus dem der traditionellen, auf erfolgreiche Veröffentlichung ausgerichtete literarischen Produktion verpflichtet – oder bescheidet sich mit reinem Hobby-Schreiben.

Nachdem der ursprüngliche Kontext, innerhalb dessen wir unsere Art des Schreibens entwickelten, von Selbsterfahrung und Psychotherapie bestimmt war, gestaltete sich unser Ansatz zunächst völlig konträr zu diesem erwähnten amerikanischen – von dem wir lange gar nicht wußten, daß es ihn überhaupt gab. (Es soll der Vollständigkeit halber noch erwähnt werden, daß es auch in den USA die Varianten des Tagebuchschreibens als Instrument der Selbsterfahrung und des therapeutischen Schreibens schon seit den 1980-er Jahren gibt.)

 

Selbsterfahrung inbegriffen

Im Prinzip ist also unsere Form des Creative Writing eine Kombination des traditionellen Schreibens mit dem, was man als Selbsterfahrung und in der modernen Psychotherapie als Narrative Psychotherapie oder Poesietherapie bezeichnet. Allerdings besteht ein gravierender Unterschied:

Wir bieten dieses wertvolle Denk- und Kreativitäts-Werkzeug speziell hochbegabten Spätentwicklern an.

Den deutlichsten Ausdruck findet all dies in der von uns entwickelten VIER-SPALTEN-METHODE und in dem von uns weiter entwickelten Konzept der HELDENREISE.

Was Christopher Vogler in seinem fabelhaften Buch The Writer´s Journey für den Drehbuchautor dargestellt hat, entspricht genau unserem eigenen Konzept, das literarisches und Selbsterfahrungs-Schreiben kombiniert:

° Es machen sowohl die Figuren unserer Texte eine solchen Heldenreise durch
° wie auch wir selbst als Schreiber dieser Geschichten.

Insofern könnte man das Schreiben eines Romans in diesem Sinne durchaus als Höchstform des HyperWriting bezeichnen. Genau dies ist der Hintergrund unseres Jahreskurses MINOTAUROS-PROJEKT.

 Mehr über HyperWriting finden Sie auf der parallelen Website hyperwriting.de und in der Wikipedia unter dem betreffenden Stichwort.

(c) Okt 2009 Jürgen vom Scheidt / Quelle: minotauros-projekt.de

1 Kommentar

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