HyperWriting befreit?

Zugegeben: Das ist ein hoher Anspruch. Und wovon könnte HyperWriting befreien? Zum Beispiel von den Blockaden, die Sie vermutlich schon in der Schule erworben haben. Im Unterricht wurde Schreiben ja fast ausschließlich als mechanisches Abschreiben von der Tafel und aus Lehrbüchern eingesetzt - und zu Prüfungszwecken! Kein Wunder, dass kaum jemandem später des Schreiben leicht von der Hand geht oder gar Freude macht, vom Blühen schöpferischer Phantasie ganz zu schweigen.

Jürgen vom Scheidt (Gründer des IAK und Seminarleiter)

Jürgen vom Scheidt (Gründer des IAK und Seminarleiter)

Ob deshalb Fantasy und Science Fiction heutzutage im Roman und im Kino solche gigantischen Erfolge haben, weil so vielen Menschen die eigene Phantasie ausgetrieben wurde? Harry Potter und Avatar sind sehr deutliche Beweise in dieser Richtung.

Kreatives Schreiben und HyperWriting können hier Brücken schlagen
° von den traditionellen Formen des Schreibens (wie es vor allem von Schriftstellern, Journalisten und Redakteuren eingesetzt wird)
° zu den freieren Formen, die nicht gleich auf Druckreife und sofortiges Publizieren abgestellt sind.

Es gibt Menschen, die misstrauisch bis ablehnend reagieren, wenn Sie mit unserem Begriff  HyperWriting konfrontiert werden. Dabei ist diese Methode nichts anderes als eine logische und psychologische Weiterführung, dessen, was mit Creative Writing und mit Hypertext begonnen hat.

Nicht zufällig war es die pädagogische Reformbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA, welche aus einem sehr demokratischen Grundbedürfnis heraus die ursprünglich passiven Konsumenten von Literatur (Leser) zu aktiven Erzeugern von Texten (Autoren) anregen und ausbilden wollte.

Diese Creative Writing-Bewegung kann man als Anfang dessen verstehen, was heutzutage im Internet als “Web 2.0″ oder “Soziales Web” bezeichnet wird: Unzählige Blogger und Website-Belieferer, für die das eigene Schreiben zur Selbstverständlichkeit geworden ist.

Das von uns daraus weiter entwickelte HyperWriting bezieht zum einen die Möglichkeiten von Hypertext als vieldimensionaler Vernetzung von Informationen ein, schlägt aber vor allem eine Brücke
° zwischen dem erfolgsorientierten traditionellen Schreiben der Autoren und Journalisten,
° den Bedürfnissen jedes einigermaßen selbstbewussten Menschen nach mehr Selbsterkenntnis (Selbsterfahrung) 
° und dem, was man “Spaß am Schreiben” nennen könnte – also Freude am Spiel mit der (schriftlichen) Sprache.

Zu dieser Brückenfunktion des HyperWriting gehört auch die bewusste Pflege von Kernkompetenzen des professionellen Schreibens wie Publizieren, Evaluieren und Networking, wie sie im Minotauros-Projekt vermittelt und geübt werden (s. hierzu auch die Elementare Triade).

Aber anders als in der ziemlich gnadenlosen Maschinerie der Medien, wird bei uns
° ohne den ständigen Antrieb zur möglichst perfekten Formulierung (“Druckreife”) unter enormem Zeitdruck
°  eine eher geruhsame Form des Schreibens geübt.

Dazu kommt, dass das Schreiben in der Gruppe im Gegensatz zum “einsamen Schreiben” der meisten Profis sehr viel erholsamer, anregender und hilfreicher ist. Entsprechend war es eines der größten Komplimente, das uns ein bekannter und erfolgreicher Journalist einmal am Schluss einer Großen Schreib-Werkstatt machte:

Seit vielen Jahren habe ich endlich mal wieder etwas für die Schublade geschrieben.”

Was sich für den erfolgsgetriebenen Profi zunächst negativ anhören mag*,  ist in Wahrheit eine sehr positive Aussage, weil dieser Journalist begriffen hat, dass ohne Muße das Schreiben auch für den Erfolgreichsten immer mehr zur Fron und schließlich Qual wird.
* – für den die “Schublade” der Horror schlechthin ist, weil die Texte dort ja “nichts bringen”, schon gar nicht Honorare  

 

Kontakt

Wenn Sie mehr über zeitliche Struktur und Inhalte des Minotauros-Projekts erfahren wollen, finden Sie hier die nötigen Details: Begabung braucht Erfolg.

Und wenn Sie so neugierig geworden sind, dass Sie ganz praktisch etwas tun wollen für Ihr eigenes Schreib-Talent - dann können Sie sich ja für das nächste Schnupper-Wochenende des Minotauros-Projekts FOLGE DEM ROTEN FADEN gleich hier anmelden: KONTAKT.

Für telefonische Auskünfte stehen wir natürlich ebenfalls zur Verfügung: (0049) 089-395471

(c) Jan 2010 Jürgen vom Scheidt / Quelle: minotauros-projekt.de

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