Dunkler Dämon
Beim Suchen nach Spätzündern in meinem Buchregal mit den Biographien stieß ich auf die Memoiren von David McTaggart, dem Gründer von Greenpeace. Über ihn und sein “Leben gegen alle Regeln” (so der Untertitel) ein andermal mehr. Hier nur ein interessantes ein interessantes Zitat von Tennessee Williams, das er seinen Erinnerungen nicht zufällig voranstellt:
Niemand sollte sich vor der dunklen Seite seines eigenen Wesens fürchten. Es gibt sie. Warum sie leugnen? Du versuchst einfach, sie nicht zu missbrauchen, weißt du. Wenn du kannst, sieh zu, dass sich das meiste davon in Arbeit auflöst. Es existiert zweifellos in meiner Arbeit…. Wenn ich meine Dämonen los wäre, würde ich auch meine Engel verlieren.
Dieses Zitat passt hervorragend zu dem, was ein zentraler Aspekt des Minotauros-Projekts sein wird. Diese “dunkle Seite”, dieser “Dämon” – sind sie nicht genau das, was in jeder Heldenreise dem Widersacher entspricht und in der Labyrinth-Sage dem Minotauros? Genau dies wird leitmotivisch das Minotauros-Projekt begleiten.
In meinem Verständnis hat er stets dieses doppelgesicht als Zerstörer und zugleioch als Ursdache der schöpferischen Kraft, die nur noch nicht gebändigt, nicht gestaltet ist – die noch nicht erfolgreich integriert wurde ins Gesamt der Psrsönlichkeit.
Quelle
McTaggart, David: Rainbow Warrior. Ein Leben gegen alle Regeln. (Die Autobiographie des Greenpeace-Gründers). (2001) München 2001 (Riemann)
(c) Sep 2009 Jürgen vom Scheidt / Quelle: minotauros-projekt.de