Bücher schreiben – in Zeiten des Internets?
Macht das eigentlich noch Sinn: Bücher schreiben – in Zeiten des Internets?
Wie wir in den Beiträgen dieses Blogs immer wieder hervorheben, ist Schreiben nicht nur seit etwa 5000 Jahren das zentrale Kultur-Werkzeug der Menschheit, ohne das Hochkultur undenkbar ist.
Bei den Hochbegabten, welche die Schöpfer und die Motoren dieser Hochkultur sind (nicht nur in den akademischen Berufe), geht ohne Schreiben gar nichts.
Aber auch jeder normalbegabte Mensch kann in einer modernen Zivilisation ohne Schreiben nicht existieren. Das fängt mit der Eingabe einer vierstelligen PIN am Bankomaten an (ja, auch das ist eine – wenn auch sehr rudimentäre – Form des Schreibens). Und das findet eine seiner intensivsten und komplexesten Ausprägungen im Verfassen oder Abschlussarbeit, die in jeder Aus- und Fortbildung gefordert wird, von den Magister-, Doktor- und Habilitationsarbeiten der akademischen Disziplinen ganz zu schweigen.
Wer heute als Startup-Unternehmer ins Rennen geht, findet keinen Investor, wenn kein ausführlicher Businessplan vorgelegt wird. Da kommen rasch 30 Seiten zusammen, wie man bei Businessplan-Wettbewerb rasch merkt.
Und wenn Sie am Internet aktiv teilnehmen, müssen Sie schon sehr kräftig in die Tasten hauen, um unter all den Millionen Bloggern, Twitterern und Website-Betreibern wahrgenommen zu werden.
Sie wollen das gar nicht?
Sie sind zufrieden, wenn Sie lesen, was andere getextet haben?
Okay. So kann man es auch machen. Aber dann verpassen Sie nicht nur alles, was den eihgentlichen Reiz des interaktiven Web 2.0 ausmacht – als Hochbegabter verschenken Sie zudem einen Großteil Ihrer intellektuellen Möglichkeiten, von Chancen für beruflichen und privaten Erfolg und entsprechende Streicheleinheiten und wachsendem Selbstbewusstsein einmal ganz abgesehen.
Schreiben ist noch weit mehr
Kein Komponist oder Arrangeur kommt daran vorbei, seine Melodien und Rhythmen in Form von Noten aufzuschreiben; selbst die Jazz-Musiker haben gelernt, ihre Improvisationen zu notieren.
Kein Programmierer kann eine Software zum Laufen bringen – ohne Programmzeilen zu schreiben (Windows von Microsoft hat davon angeblich über eine Million).
Wer zeichnet oder malt – schreibt letztlich ebenfalls, in Form von Linien und Farben, wie man speziell bei Symbolen erkennen kann (s. das uralte Labyrinth-Symbol, mit dem ich mich in meinem Labyrinth-Blog befasse).
Das Schreiben eines Buch-Manuskripts als Krönung
Wer ein Buch schreibt, zumal einen Roman, befasst sich mit der komplexesten Form des Schreibens überhaupt. Wer diese Herausforderung meistert, hat eine enorm intensive kreative Erfahrung gemacht, welche die ganze Persönlichkeit beeinflusst. Dazu muss das Werk nicht einmal in den Buchmarkt vordringen oder gar ein Bestseller werden.
Die Meisterung eines Buch-Projekts ist in sich bereits eine großartige Leistung!
Auch wenn Sie nicht unbedingt Autor werden möchten, wird sie diese Erfahrung prägen und beflügeln.
Deshalb wird in unserem 3-Jahres-Kurs Minotauros-Projekt vom ersten Wochenende an die Talent-Realisierung in Form eines Buch-Projekts begonnen und begleitet. Anders als in den üblichen Fortbildungen und an der Universität sowieso wird das Werk also nicht am Schluss als enorme geistige und psychische Anstrenung geboren, sondern ist ständig als Begleitmusik präsent. Dass das Buch irgendwann fertig ist, geschieht also quasi “von selbst”, und zwar gerade deshalb, weil es nicht primär um das Buchschreiben geht, sondern um die Realisierung von Latenten Talenten und nocht nicht gelebtem Hochbegabungs-Potential.
Das beginnt mit dem Talent-Realisierungsplan, einer Art Blaupause zur Entdeckung und Aktivierung noch nicht gelebter Fähigkeiten und nimmt Kapitel für Kapitel Gestalt an. Dies geschieht parallel auf drei verschiedenen Ebenen:
1. Da ist zum einen das Schreib-Projekt selbst (ein Roman, ein Sachbuch, etwas Autobiographisches, eine Familienchronik, ein Band von Erzählungen mit Rahmenhandlung, eine Gedicht-Anthologie -)
2. Parallel dazu führen Sie das Begleitende Logbuch, eine Art Tagebuch, in dem Sie sich auf einer Art Meta-Ebenen Gedanken über das Schreib-Projekt machen, aber auch aufttretende Schwierigkeiten und Frustrationen festhalten – “die Tinte sollte stets weiterfließen”. (Mehr hierzu in meinem Beitrag zur Vier-Spalten-Methode.)
3. Last but not least geschieht alldies im entstehenden Netzwerk der Gruppe des Minotauros-Projekts, in der Sie diese Erfahrungen machen, Anregungen bekommen – und Anregungen geben.
Muss es denn ein gedrucktes Buch sein?
Gewiss, das elektronische Buch ist im Kommen. Aber glauben Sie wirklich, dass ein Kindle das Lesevergnügen eines Taschenbuchs oder auch eines 1300 Seiten dicken Hardcover-Ziegelsteins wie Frank Schätzings Limit ersetzen kann? Vom eindruckswollen Anblick einer Bücherwand in Ihrer Wohnung als eine Art nach außen gestülptem Präsenz Ihres Bewusstsein als Lesers einmal ganz zu schweigen. Nur mit einem Regal voller DVDs und CDs präsentieren Sie sich da nicht so vorteilhaft.
#145 (c) 19. Okt 2009 Jürgen vom Scheidt / Quelle: minotauros-projekt.de
Das hört sich ja wirklich prima an. Aber drei Jahre darf es bei mir nicht mehr dauern. Bei mir liegen seit Jahren schon einige Bausteine in der – elektronischen – Schublade. Und in Bezug auf das Logbuch habe ich auch schon meine Erfahrungen machen müssen. Die einzelnen Ebenen verschieben sich tendenziell ineinander.
Außerdem sollte man so ehrlich sein und auch über Geld reden/schreiben: Was soll denn die Chose kosten? Umsonst ist ja angeblich nur der Tod – und der kostet das Leben, wie der Volksmund weiß.
Was sind schon drei Jahre – wenn man ein ganzes Leben vor sich hat?
Der Sinn der Zeitraums (JEDE Lehrzeit und Fortbildung dauert mindestens drei Jahre – eine echte Talententfaltung benötigt für totale Anfänger rund zehn Jahre mit 10.000 Stunden, sagt man) ist ja nicht nur, das individuelle Arbeiten am eigenen Projekt zu unterstützen, sondern das Hineinwachsen in ein Netzwerk gegenseitiger Unterstützung.
Hochbegabte sind extreme Individuen – und übersehen dabei leicht, wie wichtig die Zusammenarbeit mit Menschen in ähnlicher Situation ist.
Was die Kosten angeht: Hier finden Sie alle Details:
http://www.minotauros-projekt.de/seminare/minotauros-projekt/
Man verpflichtet sich zunächst für ein Jahr. Die Teilnehmer des ersten Kurses bekommen außerdem noch einen Bonus:
Honorar: Pro Kursjahr 1.950 € (inkl. 19 % MWSt = 370,50) – für die Teilnehmer des allerersten Kurses im Jahr 2010 gibt es einen Pionier-Bonus von 500 €. Teilzahlung in 4 Raten à 487,50 € ist möglich (bitte anfragen).
Übrigens: Wir betrtachten die ersten drei Wocheneden (Feb / März / April 2010) des Kurses als Probezeit. Für beide Seiten – die Teilnehmer und das TEAM.
Mit besten Grüßen – Dr. Jürgen vom Scheidt