Aller guten Dinge sind…

Wer diesen Blog regelmäßig liest, hat es wahrscheinlich längst gemerkt: Die Zahl “3″ spielt für uns eine wichtige Rolle. Der Titel dieses Beitrags deutet die sprichwörtliche Bedeutung der Zahl für unseren Alltag ja bereits deutlich an.

“Aller guten Dinge sind 3.” Man muss die Ziffer gar nicht hinschreiben: Jeder weiß mit hoher Wahrscheinlichkeit sofort, was gemeint ist.

Aber warum ist diese “3″ so gut? Und welche Rolle spielt sie im Rahmen des Minotauros-Projekts?

In der christlichen Religion spielt die “Heilige Dreifaltigkeit” von “Gott Vater, Gott Sohn und Heiligem Geist” eine zentrale Rolle. Dass man ein viertes Element, nämlich das Weibliche in Form der Maria als “Mutter Gottes”, dabei lange Zeit geflissentlich ignoriert hat, ist eine historische Tatsache aus dem Patriarchat und wurde ja gerade im Katholizismus irgendwann bereinigt.
Auch die indische Religion und Mythologie kennt diese Trinität: in Form der drei Hauptgottheiten Brahma, Shiwa und Vishnu. (Auch da wurde übrigens in Form der doppeldeutigen Todes-/Lebensgöttin Kali eine weibliche Figur den männlichen zur Seite gestellt.)

Mehr zum Verständnis trägt die Tiefenpsychologie bei, aus der sich letztlich diese religiösen Vorstellungen speisen: Die Erfahrungen der frühen Kindheit, die alles im Leben prägen, werden dominiert von der Trias “Mutter – Vater – Kind“.

Aus dem Elternpaar wird durch die Zeugung eines Kindes eine Dreiheit. Diese Familienkonstellation, dieses emotionale Dreieck, ist die dynamischste menschliche Gemeinschaft, die es überhaupt gibt. Die Eltern müssen sich mit einer völlig neue Rolle zurechtfinden, müssen sich um das Dritte, das Kind, kümmern. Das Kind seinerseits muss lernen, dass Vater und Mutter völlig verschiedene Wesen sind, mit denen es auf sehr unterschiedliche Weise kommuniziert – und die es nicht selten sogar gegeneinander ausspielt.

Auch in der Mathematik gibt es übrigens eine hochinteressante Bedeutung der “3″. Sie ist die einzige Primzahl neben der “2″, die einen unmittelbaren Primzahl-Nachbar hat. Alle, wirklich alle anderen Primzahlen sind jeweils durch mindestens eine andere Zahl von ihren Nachbarn getrennt: durch eine “gerade Zahl”. Das zeigt schon die Reihe der ersten natürlchen Zahlen:

1 (keine Primzahl) – 2 – 3 – 4 – 5 -6 -7 -8 -9 – 10 – 11 – 12 -13 – 14 – 15 – 16 – 17 -18 – 19 – 20 – 21 – 22 -23 - 24

Was hat das mit dem Minotauros-Projekt zu tun?

 

Das Minotauros-Projekt soll Ihnen nicht nur helfen, Ihre Latenten Talente zu realisieren, sondern Ihnen auch praktische Methoden vermitteln, die diese Realisierung erleichtern, ja vielleicht sogar erst ermöglichen. Wenn man sich die “3″ als eine Art Ordnungsprinzip zunutze macht, erleichtert man sich die Arbeit und den Alltag ungemein. Das zeigt ein ganz einfaches Experiment:

Nehmen Sie sich eine Viertelstunde Zeit und notieren Sie auf Karteikarten die dringendsten Jobs, die Sie aktuell zu erledigen haben. Da sind rasch ein Dutzend und mehr wichtige Arbeiten beisammen. Unerledigter alter Kram taucht dann sicher irgendwann zusätzlich auf, den Sie schon lange vor sich her schieben. Eine beachtliche Menge Karten entsteht. Die Vielzahl entmutigt leicht (“Das schaff ich nie -”). Sie verwirrt sogar – speziell wenn man als Hochbegabter ständig von neuen Ideen und Projekten bedrängt wird. Wer gar noch unter ADHS leidet, ist dann rasch verzweifelt und verliert jede Konzentration. Was wiederum bedeutet, dass überhaupt keiner der Jobs erledigt wird und dass Wichtiges auf die berüchtigte “lange Bank” geschoben wird. So wird man zum Zögerer und Zauderer, der “nichts gebacken kriegt”.

Die Lösung dieses Problems?

1.
Versehen Sie die Job-Karten mit Prioritätenziffern, von 1 bis n. Dann legen sie die 3 wichtigsten separat und ordnen auch die übrigen Karten in Dreiergruppen an. Die erste Triade erledigen Sie vorab. Dann kommt die nächste Triade dran. So einfach ist das (wenn man es erst mal begriffen, geübt und in den Alltag integriert hat.)

2.
Machen Sie um Gotteswillen nicht den Fehler, sich eine Prioritäten-Liste anzulegen. Solche Listen haben die fatale Eigenschaft, dass sie ignoriert werden. Aus gutem Grund: Die Prioritäten ändern sich ständig. Auf der Liste sind sie jedoch fest aneinandergereiht. Karteikarten sind beweglich.

3.
Und noch ein Drittes (sic!): Wenn Sie die jeweilige Top-Prioritäten noch mit dem Lustprinzip verbinden (“Das mache ich gerne”) – dann schaufeln Sie wirklich eine Aufgabe nach der anderen weg. Ich empfehle sogar, die am leichtesten zu erledigenden Jobs jeweils obenauf zu setzen. Die absolviert man garantiert. Und die Halde der unerledigten Arbeiten wird sichtbar kleiner.

Einen dringenden Rat gebe ich Ihnen schließlich noch mit: Werfen Sie die erledigten Job-Karten nicht weg. Sammeln Sie diese in einem Kästchen, das sicher rasch zu einem beachtlichen Kasten wird. So geben Sie sich selbst auf ganz zwanglose Weise eine Rückmeldung, dass Sie etwas geschafft haben. Der Berg an “unerledigten Arbeiten” wird im Lauf des Lebens nie verschwinden. Er ist nur mal größer und dann wieder kleiner. Ich bin jetzt 69 Jahre alt und engagiere mich in mehr Tätigkeiten als je zuvor. Aber der ständig wachsende Stapel erledigter Jobs macht richtig Spaß.

Das soll das Minotauros-Projekt Ihnen nämlich auch vermitteln: Mehr Freude an dem, was in Ihnen steckt und nun allmählich realisiert wird. Da kommen naturgemäß eine Menge neuer Karteikarten auf Sie zu!

Die “3″ wird auch noch auf andere Weise immer wieder eine Rolle spielen. Wenn Sie die Zahl in der Tag-Cloud am rechten Rand anklicken, finden Sie die Beiträge dazu. Oder auch im Register. 

#83 (c) Okt 2009 Jürgen vom Scheidt / Quelle: minotauros-projekt.de

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