ABELZuR ist das Akronym für…

… “Auto-Biographisch Erzählendes Lexikon mit Zeittafel und Register”. Dieses Wortungetüm steht für etwas sehr Einfaches:  einen schlichten (Leitz-)Ordner, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Minotauros-Projekts ihre Texte sammeln, die im Verlauf des Kurses entstehen.

Aber dieser Ordner hat es in sich. Wenn er sich allmählich mit Texten füllt, kann er mit einigem Geschick tatsächlich zum Buch, das sich von selbst schreibt werden. Wie das geht?

Das Akronym ist der Schlüssel dazu:

A uto-
B iographisch
E rzählendes
L exikon mit
Z eittafel
u nd
R egister

Wofür stehen diese Begriffe im Detail? Das Konzept ABELZur orientiert sich an der von uns entwickelten Vier-Spalten-Methode, welche wiederum die Quintessenz des HyperWriting ist – der von uns entwickelten Variante des Kreativen Schreibens. Das Besondere daran ist, dass Selbsterfahrung und eigener kreativer Prozess beim Schreiben (eben der autobiographische Anteil) kombiniert werden mit den erzählerischen und literarischen Aspekten.

AutoB iographisch: das ist klar. Es meint den erwähnten persönlichen kreativen Prozess beim Schreiben.

Erzählendes: Das ist auch klar. Das sind die Geschichten, Gedichte und Romankapitel, die im Verlauf des Minotauros-Projekts entstehen.

Lexikon: Das bezieht sich auf die Möglichkeit, die Texte nicht nur chronologisch nach ihrer Entstehung  anzuordnen, wie es sich zunächst anbietet, sondern alphabetisch nach Themen*.
* Eine reizvolle Variante dieses Modells ist Albert von Schirndings autobiographisches Buch Alphabet meines Lebens.

 Zeittafel: Darin kann man, gleich wie die Texte angeordnet sind, die wichtigsten Ereignisse (oder Szenen) chronologisch anordnen – was einen sehr interessanten anderen Zugang zu den Texten und schließlich zum Gesamtwerk ermöglicht.

Register: Mit einem Namen- und Sachregister können Sie ihre Texte auf wieder andere Weise durchdringen und erschließen. Diese Möglichkeit ersparen sich leider die meisten Sachbücher, obwohl sie ein unverzichtbarer Bestandteil jedes dokumentarischen Buches sein sollten. Und warum sollten sie micht auch eines autobiographischen und /oder erzählenden Werk zugutekommen?

ABEL…

… wäre sicher ein etwas eleganteres Akronym als ABELZuR es ist. Aber zum einen ist das mit dem (biblischen) ABEL so eine Sache (denn er wurde bekanntlich von seinem eigenen Bruder erschlagen) - und zum anderen merkt man sich einen etwa ungewöhnliche Formulierung wie ABELZuR leichter. Nehme ich jetzt mal an.

(Mehr über Akronyme finden Sie übrigens unter Akronym und Spielerischer Luxus Akronym.)

Quelle:
Schirnding, Albert von: Alphabet meines Lebens. München 2000 (dtv premium)

#140 (c) 24. Mai 2010 Jürgen vom Scheidt / Quelle: minotauros-projekt.de

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